Gladbeck: Perfektes Zusammenspiel beim ehem. RBH-Areal
12. November 2020

Reportage über die Entwicklung des ehemaligen Bahnhofs der früheren Bahn- und Hafenbetriebe an der Talstraße in Gladbeck-Schultendorf für das NRW.URBAN Journal mit Franz Meiers (Geschäftsführer NRW.URBAN), mit Dr. Volker Kreuzer (Stadtbaurat Gladbeck), mit Martin Stork (Stadtplaner Gladbeck), mit Birgitt Gladisch-Kojo (Landesinitiative Bau-Land.Partner) und mit den neuen Eigentümern des Areals Der Gladbecker Stadtspiegel: „Stadtbaurat Dr. Kreuzer: „Gemeinsam mit den Experten des Flächenpools NRW wollen wir die komplexe Aufgabe der Reaktivierung der Brachfläche nun weiter vorantreiben. Mit der zentralen Lage in Gladbeck bietet der Standort viele Möglichkeiten einer zukünftigen Nutzung, bei der wir selbstverständlich aber auch die Bedürfnisse der Bewohner des unmittelbar angrenzenden Wohngebiets berücksichtigen wollen.“

Aufruf zur Teilnahme an „Bau.Land.Partner.“

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen ruft Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen dazu auf, sich am Bewerbungsverfahren des Förderinstruments „Bau.Land.Partner.“ zu beteiligen.

„Brachflächen sind die offenen Wunden unserer Städte und Gemeinden. Mit Bau.Land.Partner wollen wir diese Wunden schließen. Bau.Land.Partner unterstützt Kommunen und Flächeneigentümer mit Know-how und Personal, um untergenutzte Flächen für Wohnen und Gewerbe zu aktivieren. Der Schlüssel zur Aktivierung von mehr Bauland liegt im Dialog. Deshalb sind alle Kommunen dazu aufgerufen, sich für das Programm Bau.Land.Partner. zu bewerben. Bewerbungen können bis zum 31. März 2021 abgegeben werden“, sagt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung.

Am Instrument (früher Flächenpool NRW) beteiligen sich bereits 88 Städte und Gemeinden mit 274 Standorten und einem Entwicklungspotenzial von 1.590 Hektar Fläche. Davon konnten 741 Hektar für die Zielnutzung Wohnen identifiziert werden.

Typische Beispiele für die Hilfe durch Bau.Land.Partner sind brachliegende Freiflächen im Siedlungszusammenhang. Hier sind häufig strittige Eigentümer- beziehungsweise Erbengemeinschaften oder beeinträchtigende Rahmenbedingungen der Flächennutzung wie Hochspannungsleitungen vorzufinden. Daneben gibt es in vielen Kommunen ehemalige Gewerbe- oder Industrieareale mit unklaren Perspektiven, die Bodenuntersuchungen oder Rückbaukosten verursachen. Zudem gibt es in einigen Kommunen innerstädtische Gemengelage mit Aufwertungs- und Nachverdichtungspotenzial.

Die Landesregierung hilft im Rahmen von Bau.Land.Partner. bei der Aktivierung dieser Flächen. Dies geschieht etwa durch die Moderation zwischen Eigentümern und Kommunen, Einschätzung der ökonomischen und rechtlichen Machbarkeit und der Klärung von Nutzungsperspektiven. Eine Standortanalyse sowie darauf aufbauende Planungen und überschlägige Kostenberechnungen, beispielsweise für die Herrichtung und Erschließung, sind ebenfalls Bestandteile des Leistungsumfangs von Bau.Land.Partner.

Weitere Informationen:

Jonas Schwarz